Frohes iranisches Fest “Chaharshanbehsoori”, Fest des Feuers

Nahid Bagheri-Goldschmied

Chaharshanbehsoori, Fest des Feuers, das auch unter den Namen Fest des letzten Mittwochs des Jahres, so wie Nacht des roten Mittwochs bekannt ist, ist eines der iranischen Feste, das zum Anbruch des letzten Mittwochs des Jahres aufgeführt wird. Dieses Fest beginnt mit der Abenddämmerung des Dienstag. Es ist der primäre Festakt des persischen Neujahrsfestes.

Der Ausdruck Chaharshanbehsoori, ist von den Wörtern Chaharshanbeh, Mittwoch und soor, Fest und Freude gebaut. Antiken Gesetzen zufolge, wird in der Abenddämmerung des Dienstag ein großes Feuer entfacht, das bis zum Morgengrauen des Mittwoch lodern wird. Die Leute springen über das Feuer und sagen zum Feuer: meine Blässe dir, deine Röte mir! Das bedeutet, das Feuer soll alle Krankheit, Blässe, Niedergeschlagenheit nehmen und an dessen statt Röte, Wärme und Energie schenken. Chaharshanbehsoori, Fest des Feuers ist nicht in Verbindung mit Religion oder Völkischen, sondern ist ein iranisches Ritual.

Zu den Gebräuchen Chaharshanbehsoori zählen das Entfachen des Feuers, das Springen darüber und das Brennen von Feuerwerken.

Im antiken Iran einige Tage vor Nowrouz, dem iranischen Neujahrs Fest gingen Leute namens Feueranzünder, von Stadt zu Stadt und Dorf zu Dorf um die Menschen auf dieses Fest vorzubereiten. Die Feueranzünder waren Künstlerinnen und Künstler, die die Menschen mit Straßentheater, Tanz, Akrobatik und fröhlichem Singen unterhielten. Diese fingen eine Woche vor dem Nowrouz an und setzten es bis zwei Wochen danach fort, bei der Abenddämmerung überall Feuer zu entzünden und es bis zum Morgengrauen am Fackeln zu halten. Dieses Feuer ist Symbol und Zeichen der Kraft der Liebe, des Licht und der Freundschaft.

Ziel der Feuerentfacher war das Wiederbringen von vermehrter positiver Energie für die Menschen um Sorge und Verzagtheit zu beseitigen.

Tanz mit dem Feuer

Die Riten des Feuerentzündens vor Nowrouz gib es in verschiedenen Formen in verschiedenen Kulturen. Die Kaukasischen Aria entzünden sieben Lager Feuer und springen darüber. Gemäß antiken Riten wird in Schweden die Walpurgis Nacht zum Beginn des Frühlings gezählt und da wird das Feuer entzündet und darum herum getanzt und gesungen. Ebenso kann man die Riten des Feuerentzündens bei den Dorfbewohnern des südlichen Rumänien sehen.

Die Riten der Feueranzünder sind bis heute aufrecht. Und tragen den Namen Chaharshanbehsoori. Im antiken Iran war die Teilung der Woche nicht wie heute, sondern alle 30 Tage des Monats trugen eigene Namen.

In Shahnameh von Ferdousi (Königsbriefe von Ferdousi) gibt es Hinweise auf das Chaharshanbehsoori Fest, die beweisen, dass dieses Fest Antik ist. Siavash ist, eine der bedrücktesten Figuren von Shahname, der als sich die Frau seines Vaters Sudabeh sich in ihn verliebte, er sich niemals in Spielereien erließ. Dies drang an das Ohr des Vaters von Siavash und wurde ihm zu großer Belastung. Siavash verlangte von Vater, dass er zum Beweis seiner Unschuld unbeschadet über sieben Lager Feuer spränge. Er kam unbeschadet davon und das war am letzten Dienstag des Jahres. Er kam aufrechten Hauptes heraus. Auf Anordnung des Vaters wurde dieser Tag zum nationalen Feiertag. Auch wir feiern den letzten Dienstag des Jahres im Namen von Reinheit und Menschlichkeit und springen über das Feuer, feiern und singen.

Dieses Fest symbolisiert den Kampf des Feuers mit der Finsternis.

Chaharshanbehsoori ist eines der völkischen Feste Irans, seit antiken Zeiten existiert und ist ein nationales und völkisches Fest. Chaharshanbehsoori ist Botschafter des Neujahrs Festes.

Das Entfachen des Feuers zählt zu den wichtigsten Bräuchen des Chaharshanbehsoori.

Das Grundelement des Chaharshanbehsoori ist das Feuer. In verschiedensten Gegenden Irans werden entweder drei Lager Feuer entzündet, im Zeichen der drei Tugenden des  Zarathustra Glaubens, gutes Denken, gutes Handeln und gutes Sprechen, oder sieben Lager Feuer im Zeichen der sieben Amshaspandan.

Das Löffelklirren

In diesem Brauch wandeln junge Mädchen und Buben mit Schleier am Kopf um nicht erkennbar zu sein, von Haus zu Haus der Freunde und Nachbarn. Sie klopfen unter dem Schleier mit den Löffeln. Der Hausherr öffnet das Tor auf das klirrender Löffel auf die Töpfe. Und gibt in ihre Töpfe Knabbereien, Naschereien und Geld.

Die Riten des Löffelklirrens kommen wahrscheinlich von dem Glauben, dass die guten Geister der Ahnen in die Häuser rückkehren und die Lebenden ihnen zum Gedenken  Opfergaben darbringen.

Das erlösende Naschen der Knabbereien zählt auch zu den Bräuchen Chaharshanbehsoori.

In den Vergangenen Zeiten sammelten sich nach dem Entzünden des Feuers die Hausbewohner und  Verwandtschaft und knabberten die letzten Körner der Winterration.

Diese Körner wurden auf heiligem Feuer geräuchert und gesalzen. Diese Menschen trugen den Glauben, dass das Essen dieser Körner Güte und Liebenswürdigkeit bringe und Hass und Eifersucht entferne.

Die Bräuche des Chaharshanbehsoori werden in den verschiedenen Regionen Irans verschieden National erbracht.

 

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