Siavash Kasrai

Geb. 1926 Isfahan/Iran, Lyriker, Schüler von Nima Yushidj (1897 – 1960), der die im Iran verbindlichen höfischen Dichtungsformen sprengte und sich den städtischen Massen zuwandte, studierte Rechtswissenschaft an der Universität Teheran und arbeitete einige Jahre im Wohnbauministerium, danach lehrte er an der Universität von Zahedan. Zu Ruhm gelangte er 1959 mit dem Versepos “Arash Kamangir” (“Arash der Bogenschütze”).

Schon unter der Schah-Regierung wurde der politisch engagierte Dichter und linke Aktivist Kasrai wiederholt verhaftet. Als aber unter dem  Chomeini-Regime1980 die große Welle der Verhaftungen von Künstlern und Intellektuellen begann, musste Kasrai fluchtartig das Land verlassen. Er fand in Afghanistan und dann in Moskau Zuflucht. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Wien. Er ist 1996 gestorben und ist am Wiener Zentralfriedhof begraben.

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